Lebenszeichen aus dem Urlaub – 3. Woche ist rum

Ich liebe ja den Sommer. Unabhängig davon, ob ich immer und überall aussehe wie aus der Tonne gezogen, und ungeachtet der Tatsache, dass viele Menschen unter dem zugegebenermaßen leicht übertriebenen Wetter leiden. Morgens schaue ich aus dem Fenster, die Sonne haut mir eine in die Fresse und ich denke: Geil.

Dass ich nicht mehr in einer Dachgeschossbude wohne, sondern in einer kalten, feuchten Altbauwohnung, die neun kühle Monate im Jahr eigentlich unbewohnbar ist, hilft natürlich. Die Katzen liegen zwar ganztägig rum wie kleine flauschige Bettvorleger, aber ich bin ziemlich sicher, dass ihnen das keinesfalls unangenehm ist, sondern ihr eigentlich bevorzugter Lifestyle.

Zwei Punkte meiner To-Do-Liste habe ich Mitte abgearbeitet, Zahnreinigung und Klempner, beide ohne ungewöhnliche Vorkommnisse. Also, außer dass der Klempner gestand, unter einer Katzenallergie zu leiden, und daraufhin umgehend Heiratsanträge beider Katzen entgegennehmen musste.

Ein neuer Termin ist reingekommen, die im Zweijahresrhythmus von der Krankenkasse finanzierte Einladung zum Brustkrebs-Screening. Auch immer ein großer Spaß, aber ich bin ja froh über alle Pflichttermine, die ich im Urlaub abhaken kann. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass das nur ein weiterer Termin zum Abhaken ist.

Dieses Wochenende feiern wir übrigens ein Jahr mit Katze 3 und Katze 4 (Kater 1). Ein Jahr ist es erst her, dass die beiden verschüchtert, frisch zahnsaniert und noch unter den Folgen der Narkose leidend unter dem Bett meines Freundes saßen, mehrere Tage lang. Sie fanden uns zum Kotzen und ließen uns das auch spüren. Und dass, nachdem wir sie vorher zwei Wochen lang täglich im Tierheim besucht hatten, damit sie sich an uns gewöhnen…

Inzwischen würde man die beiden nicht wiedererkennen, außer vielleicht an Äußerlichkeiten wie Form und Farbe. Katze 3 ist so ziemlich die niedlichste und anhänglichste Katze, die ich kenne. Sie sitzt eigentlich immer auf irgendeinem Schoß und kuschelt alles in Grund und Boden, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Katze 4 (Kater 1) ist noch sehr viel vorsichtiger, aber auch so dankbar und grundzufrieden mit seinem Leben, dass er oft stundenlang schnurrt, allein auf weiter Flur, aber mit Schlafzimmerblick und lauter als ein Hubschrauber.

Ich verbringe, wie geplant, einen nicht unerheblichen Teil meines Urlaubs im Zug zwischen Hamburg und Bremen, was aber sehr gut funktioniert und durchaus einen Erholungseffekt mit sich bringt. Der wichtigste Punkt der To-Do-Liste der kommenden Woche ist Unterwäsche für meine Mutter besorgen. Das wird mit Sicherheit ein Riesenspaß und vielleicht, wenn Sie es einrichten können, umfahren Sie die Hamburger Innenstadt einfach weiträumig.

Der Mais steht übrigens schon ganz schön hoch. So langsam bin ich beim Fotografieren etwas vorsichtig geworden, nicht dass ich meinen Zug in Oberneuland verpasse, nur weil ich mich in einem sich spontan auftuenden Maislabyrinth verliere.

Ihnen einen schönen Sonntag und eine weitere wunderschöne Sommerwoche.

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