Lebenszeichen aus dem Urlaub: Schon eine Woche rum.

„Nun stellen Sie sich das mal vor: Eben sitzen die Menschen noch auf dem Sofa und gucken irgendeinen alten Film mit Kenneth Branagh, Emma Thompson und einem Haufen Scheren und im nächsten Moment haben sie nichts Besseres zu tun, als meinem Bruder und mir den kleinen Vogel zu entreißen, den wir auf dem Balkon gefunden und ins Wohnzimmer getragen haben! Nicht mal die Federn, die der kleine Fluganfänger vor Schreck verloren hat, durften wir behal…“

Hey, Katze 3, was schreibst du da eigentlich?

Entschuldigung. Katze 3 ist fasziniert vom Internet und möchte unbedingt mitmachen.

Was gibt es aus der ersten Urlaubswoche sonst zu berichten?

Also, ich war mehrfach in Bremen, auch über Nacht. Das erlauben Katze 1 und Katze 2 natürlich nur, wenn sie bestmöglich versorgt werden und so hatten sie einige Male Besuch von Franny der Haustiernanny. Damit sind sie sehr einverstanden, denn Franny ist sehr nett und stopft die Mädels immer mit köstlichen Catsticks voll, weil sie so schrecklich hungrig aussehen.

Am Donnerstag hatte mein Freund Geburtstag und wir verbrachten einen sehr schönen Tag zwischen Hamburg und Bremen, der mit Wein auf einer sonnigen Terrasse endete. So stelle ich mir nämlich immer den Sommer vor – und in diesem Jahr gibt es ja viele schöne Abende.

Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück in eine Weinhandlung – natürlich nur um den Sommer auszukosten und so effektiv wie möglich zu verlängern – und probierten dort so viele Weine, dass wir hinterher quasi verpflichtet waren, auch noch vier Kisten Wein zu kaufen. Und betrunken genug, um uns nachmittags um halb drei erstmal wieder hinzulegen.

Am Freitagabend fuhr ich zurück nach Hamburg, denn länger als eine Nacht lasse ich die dicken Mädels trotz der zuverlässigen Franny nicht gerne alleine. Sie sind zum Glück nie besonders beleidigt, jedenfalls nicht länger als bis zum zweiten Tütchen, sondern freuen sich, wenn ich wieder da bin.

Da es am Samstag in Hamburg aber mal wieder mehr Großveranstaltungen gab als Autobahnbaustellen, fuhr ich – unter Schwierigkeiten – wieder nach Bremen. Eine Nacht ist mir genehmigt worden, heute Abend geht es aber wieder zurück. Ich muss ja schließlich auch überprüfen, wie hoch der Mais auf dem Trampelpfad zum Bahnhof inzwischen steht.

Der junge Vogel hat übrigens überlebt, nach einer halben Stunde Schockzustand hatte er sich erholt und ist davongeflogen. Hoffentlich sucht er sich für seine nächste Notlandung einen anderen Ort als einen Katzenbalkon.

Alles in allem kann ich dieses Urlauben empfehlen. Sie sollten das bei Gelegenheit auch mal probieren.

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