Lebenszeichen aus dem Urlaub: Schon zwei Wochen rum

In dieser Woche hatte ich viel vor, Erledigungen und andere Sachen, die ich gerne vom Hals hätte. Geschafft habe ich davon so gut wie nichts. Schuld daran waren unter anderem migräneartige Kopfschmerzen, die mich von Montag bis Mittwoch mehr oder weniger aus dem Verkehr zogen. Eigentlich habe ich ja, vor allem seit ich mit den Wechseljahren durch bin, kaum noch Migräne, aber im Urlaub macht mein Körper da gerne mal eine Ausnahme. So schön.

Nachdem ich am Montagvormittag, schon mit leichten Kopfschmerzen, meine Mutter besucht und mich dabei kräftig geärgert hatte, beschloss ich also, für den Rest des Tages von meinem Leben überfordert zu sein und mich auf Essen, Schlafen, Lesen und Serien-Bingen zu konzentrieren. Mir doch egal, wie schön das Wetter ist, ich habe Kopfschmerzen!

Die einzige Errungenschaft der ersten Wochenhälfte war ein gelungenes Experiment mit selbstgemachter Limonade, bzw. Limonaden-Grundstoff MIT GANZ WENIG ZUCKER. Ich liebe nämlich schicke nichtalkoholische Sommerdrinks aller Art, ärgere mich aber regelmäßig über den viel zu hohen Zuckergehalt im Grunde sämtlicher Produkte, die man im Supermarkt kaufen kann. Einfach nur Zitronensaft (mit oder ohne Zucker) in Mineralwasser, egal ob mit oder ohne Minzblatt, ist auch nur ein schwacher Ersatz. Eine gestampfte Limette oder Zitrone im Mineralwasser ist schon besser, aber dafür braucht man natürlich unbehandelte Früchte – und wenn man die hat, so lernte ich nun, kann man eigentlich auch richtige Limonade machen.

Man benötigt dafür nur Wasser, unbehandelte Zitronen, Zitronensäure (habe ich in der Apotheke gekauft) und so wenig Zucker, wie man halt möchte. Das Wasser wird mit der Zitronenschale, dem Zucker und der Zitronensäure aufgekocht. Nach dem Abkühlen kommt der Zitronensaft dazu, das Ganze lässt man dann einen Tag im Kühlschrank durchziehen, bevor die Zitronenschale rausgefiltert wird.

Das Ergebnis ist hinreichend klebrig, um als Sirup durchzugehen, und sieht ein bisschen aus wie Ach, überlegen Sie sich selbst was.

Schmeckt mit Eiswürfeln, Minze und Mineralwasser gar köstlich und löscht meinen sommerlichen Durst ganz großartig. Wie lange der Grundstoff haltbar ist, weiß ich noch nicht, aber länger nach spätestens einer Woche ist so eine Halbliterflasche sowieso ausgetrunken.

Am Donnerstag ging es mir endlich wieder gut genug, um mich endlich um meine in den Ferien noch zu planenden Pflichttermine zu kümmern: Meine Gastherme muss gewartet werden (der Klempner überprüft dann auch gleich die Fugenmasse in der Dusche), ich brauche eine Professionelle Zahnreinigung und außerdem die üblichen Checkup-Termine beim Hausarzt und meiner Frauenärztin. Alles Sachen, die ich bis vor ein paar Jahren locker während der Arbeitszeit gemacht habe, aber seit ich in der Arbeitszeit so oft Termine bei/mit/wegen meiner Mutter wahrnehmen muss, versuche ich, meinen eigenen Kram im Urlaub zu erledigen. Die Termine stehen jetzt, Klempner und Zahnreinigung sogar schon in der kommenden Woche.

Da mein Freund in Bremen zeitgleich mit mir auch etwas durchhing und nicht aus dem Quark kam, haben wir uns erst am Freitag wiedergesehen. Immerhin hat er nun die zweite Staffel von „Broadchurch“ alleine angeschaut (die er bisher verweigert hatte), so dass wir die dritte Staffel wieder zusammen angucken können.

Ich bingewatche alleine zurzeit – und ja, es ist mir etwas peinlich – die australische Serie „McLeod’s Töchter“. Damit hätte ich nicht angefangen, wenn ich gewusst hätte, dass das acht Staffeln mit jeweils über zwanzig Folgen sind! Ich dachte, es handele sich um eine Miniserie mit sechs Folgen! Nun stecke ich in der dritten Staffel und bin fest entschlossen, danach aufzuhören, weil dann meine Lieblingsdarstellerin aussteigt. Und schließlich warten noch die dritte Staffel von „Unbreakable Kimmy Schmidt“ und die zweite Staffel von „Anne with an E“ auf mich… die muss ich wohl auch beide ohne meinen Freund anschauen.

Ein ziemlich softes Programm, ich weiß. Aber ich muss mich ja erholen. Und ich bin auch noch immer ziemlich platt. Auch wenn die Kopfschmerzen sich nach dreieinhalb Tagen wieder verzogen haben, ist mein Geruchssinn nach wie vor hysterisch. Seit zwei Tagen habe ich Zigarettengeruch in der Nase und bekomme ihn trotz Nasendusche und dem gezielten Einatmen der frischestmöglichen Luft nicht weg. Auch setzen mich die Düfte in Menschenmengen und/oder Öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit heftig unter Stress. Außer Zigaretten triggern mich auch 48-Stunden-Deos auf eine ganz gemeine Weise – und versuchen Sie mal, denen aus dem Weg zu gehen! Zum Glück vergesse ich immer den Fachbegriff für einen krankhaft übersteigerten Geruchssinn, sonst müsste ich das noch googeln!

Gestern kam mein Freund nach Hamburg und brachte endlich den letzte Woche in Bremen gekauften Wein sowie ein paar Säcke Katzenstreu mit. Heute nach dem Frühstück fahren wir zusammen nach Bremen, mal sehen, wie das Wetter dort ist. Vielleicht entdecken wir ja noch einen weiteren Badesee.

Ihnen einen schönen Sonntag und eine entspannte Woche!

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