Sechste Urlaubswoche rum: Schluss mit lustig.

Nein, natürlich will ich nicht behaupten, dass die sechs Wochen Urlaub wie im Flug vergangen sind! Sicher nicht. Sechs Wochen sind sechs Wochen sind sechs Wochen. Aber – ich sagte das schon einmal, glaube ich – wenn man erstmal in der zweiten Hälfte der sechs Wochen angekommen ist und diese sich nun auch ihrem Ende entgegenneigen, dann fühlen sich die vergangenen sechs Wochen immer mehr wie ein Pups an. Vor allem im Vergleich zu den zehn oder elf Monaten bis zur nächsten Theatersommerpause.

Die ersten vier Urlaubswochen waren super, vor allem, weil mein Freund da auch Urlaub hatte. Die letzten beiden Wochen jetzt waren im Vergleich eher unspektakulär. Statt lustige Tage im Metronom und in Bremen zu verbringen, saß ich meistens in der perfekten Gesellschaft von Katze 1 und Katze 2 in Hamburg herum, weil mein Freund ja arbeiten musste und meine anderen Sozialkontakte im Urlaub zu Hause (also in Estland, Österreich, Bayern, Ostfriesland und was weiß ich wo noch) sind. Und bei Twitter hacken sich irgendwie alle immer nur noch gegenseitig, so dass ich da auch nicht mehr den ganzen Tag online sein mag.

Okay, für meine Wohnung waren die letzten zwei Wochen ganz gut, ich habe viel Kram aussortiert und weggeworfen. Beziehungsweise am letzten Wochenende meinem Freund und seinem Auto für die Altkleidersammlung mitgegeben. Schade, dass es an keiner der Stellen, die er ergoogelt hatte, wirklich einen Altkleidercontainer gab. Meine sechs oder acht Säcke mit aussortierten Klamotten fuhren also mit nach Bremen auf einen Recyclinghof. Leider habe ich aber nicht rechtzeitig daran gedacht, meinen Freund zu bitten, sie vorher in einem Maisfeld zu fotografieren.

Überhaupt – ich habe „mein“ Maisfeld an der Bahnstation Bremen-Oberneuland nun schon seit zwei Wochen nicht mehr gesehen. Ich hoffe, es geht ihm gut. Ein bisschen Regen hat es in den letzten Tagen ja abgekriegt, hoffentlich haben ihm die gut getan.

Sonst habe ich in dieser Woche nicht so viel gemacht – und leider hatte ich viel zu viel Zeit darüber nachzudenken, dass ich überhaupt keine Lust habe, am kommenden Donnerstag wieder arbeiten zu gehen. Wirklich: Gar keine. Nicht wegen der Kollegen oder der Arbeit oder so, aber weil ich jetzt, zum Ende meines langen Urlaubs, erst so richtig merke, wie erschöpft ich eigentlich bin. Der Gedanke daran, dass dann wieder regelmäßig morgens ein Wecker klingelt und ich eine Hose anziehen muss, erfüllt mich mit einer Mulmigkeit, die ich von mir eigentlich nicht kenne. Nun ja, ist wohl so. Ich habe ja keine andere Wahl, als wieder arbeiten zu gehen, aber ich muss trotzdem heftig weiter versuchen, wieder auf ein höheres Energie-Level zu kommen. Mal sehen.

Gestern war Sommerfest im Hospiz, das war schön. Dieses Ehrenamt zu übernehmen, auch wenn ich im Moment gerade keinen Gast besuche, war definitiv die beste und wichtigste Sache im letzten Jahr und ist wirklich eine große Bereicherung.

Morgen wird es noch einmal anstrengend. Erst gehe ich auf Einladung der Krankenkasse zum Brustkrebs-Screening, also zur Mammographie, und dann darf ich noch mit meiner Mutter zur Darmspiegelung. In der Kombi finde ich das selbst für einen Montag deftig, auch wenn ich davon ausgehe, dass die Ergebnisse in beiden Fällen gut sein werden.

Am Dienstag findet der letzte der drei Demenz-Kursabende statt – über diesen Kurs und das derzeitige Leben meiner Mutter werde ich demnächst mal gesondert bloggen, glaube ich.

Am Mittwoch muss ich dann noch irgendwas Tolles machen, um den letzten Urlaubstag zu markieren und nicht einfach jammernd im Sand verlaufen zu lassen. Mal sehen. Notfalls gehe ich ins Kino und gucke Mamma Mia 2.

Am Donnerstag klingelt dann der Wecker um halb acht und ich… Ach, das will doch wirklich niemand wissen. Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche!

3 Kommentare

  1. Noch eine Empfehlung aus eigener Anschauung: Mamma Mia 2 – wir fanden es sehr unterhaltsam. Viel Freude in den letzten Tagen des Urlaubs und gern auch in den ersten Tagen des Wieder Arbeitens.

  2. Hmpf – neuer Versuch. Zweite persönliche Empfehlung: Mamma Mia 2 anschauen. Wir haben uns jedenfalls gut amüsiert. Viel Freude in den letzten Urlaubstagen und gern auch in den ersten Arbeitstagen. Ganz zu schweigen von darüber hinaus.

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